Pressemitteilung des
RLT Rodgau
Zum Ultra-Marathon am
26.1.08 in Rodgau-Dudenhofen, von Wolfgang Junker
9. Ultra-Marathon des RLT-Rodgau
Ein Lauffest mit Tendenz zu Kult und Rekorden
Mit fast 900 Voranmeldungen
verzeichnete der Rodgau Lauftreff eine erneut gestiegene Nachfrage nach seinem
Ruf zu 10 Runden a 5 km rund um die traditionsreiche Gänsbrüh
in Rodgau-Dudenhofen . 642 Starter liefen schließlich durch die elektronische
Zeitmessung, darunter Läufer aus ganz Europa und allen Teilen Deutschlands. Das
waren 70 Läufer mehr als vor einem Jahr, rund. 8-mal so viel wie beim 1.Start
zur Jahrtausendwende. Die nationale Spitzenklasse der Ultra-Läufer war ebenso
vertreten wie die wachsende Zahl der engagierten Hobbyläufer. Bürgermeister
Alois Schwab gab wieder pünktlich um 10:00 Uhr den Startschuss ab.
Aus der unmittelbaren Region
waren Läufer aus Rödermark, Seligenstadt und natürlich Rodgau selbst vertreten,
darunter 10 Läufer des RLT. Stammgäste kommen aus der gesamten
Rhein-Main-Region ebenso wie aus dem benachbarten Aschaffenburg und
Main-Spessart-Kreis. Rekordverdächtig war auch das Wetter. Nach einigen Jahren
mit Schnee, Eisregen, Sturmtiefs und Kälte bis Minus 10 Grad zeigte sich
diesmal das Wetter von seiner besten Seite. Angenehme 4- 5 Grad beim Start,
kein Regen, wenig Wind und viel Sonne. Die Wege waren top
in Ordnung. Dies waren die Grundlagen für herausragende Ergebnisse. Selbst die
in Dudenhofen - trotz mehrfacher Hinweise in der
Presse - scheinbar unvermeidlichen Holzfäller konnten den Lauf nicht stoppen.
Die ersten 3 Männer liefen
in absoluten Spitzenzeiten ein. Nur 3 Stunden und 08 Minuten benötigte der
Sieger Thomas Dehaut von der LLG Landstuhl (das ist
neuer deutscher Altersklassenrekord), 3:11 der deutsche 100 km-Meister Michael
Sommer von der EK Schwaikheim und 3:12 Helmut Dehaut
vom VT Zweibrücken. Ebenso dicht war ihnen der Vorjahresdritte
Thomas König aus Lößnitz als Vierter mit 3:18 auf den Fersen. Lokalmatador Uli Amborn von der LG Offenbach lief als 8. eine Zeit von 3:33
und belegte damit Platz 1 der Altersklasse M 50! Die Einlaufdichte zeigt deutlich den
tollen Kampfgeist um den Sieg. Auch für die fachkundigen Zuschauer eine
spannende Angelegenheit.
Bei den ersten 3 Frauen war
der Siegeswille nicht minder ausgeprägt. Die Platzrekordhalterin Constanze
Wagner aus Reichelsheim im Odenwald , die nach langer Verletzungspause erstmals
wieder ein so langes Rennen anging, lieferte sich mit der Topläuferin Martina Gross aus Kronberg im Taunus ein hartes Rennen, das Martina
mit 3:42 für sich entscheiden konnte. Für Constanze waren die letzten Runden muskulär nicht mehr ohne Schmerzen durchzustehen. Trotzdem
lieferte sie als 2. Siegerin mit 3:48 eine super Zeit ab. Immerhin ließ sie
damit über 600 Läufer hinter sich. Überraschungsdritte
war die ebenfalls sehr sympathische Dorothea Frey von der TF Feuerbach bei
Stuttgart mit tollen 3.49.
Gesamtsportlich konnte der
RLT mit seinen 70 Helfern eine bemerkenswerte sportliche Bilanz verzeichnen. Von
den 642 Startern liefen 450 die volle Distanz von 50 km.
63 Läufer erreichten das
Ziel unter 4 Stunden, 256 zwischen 4 – 5 Stunden und 127 benötigten 5 -6
Stunden. Rund 200 Läufer begnügten sich
mit Distanzen zwischen 20 und 40 km. Das ist Breitensport erster Güte. Ein
gutes Beispiel dafür ist auch das Debüt von Ulli Schauberger
aus Hainhausen, ehemaliger Torwart des OFC zu Erstligazeiten, der seine
Ankündigung wahr machte und über die volle Distanz ging. Seinen ersten. Ultra
lief er in 5:32 locker durch. Er war so begeistert, dass er sich sofort wieder
für den nächsten Lauf ankündigte.
Schnellster Rodgauer war
Thomas Fischer vom RLT Rodgau in 3:55:42 Stunden, dicht gefolgt von Hartmut
Wirth vom RLT in 3:56:49. Überhaupt schlugen sich die RLTler
sehr erfolgreich. Alle 10 Starter liefen über die volle Distanz, darunter 2
Debütanten: Marita Hermes aus Weiskirchen schaffte die Strecke in bemerkenswerten
5:12 und Thorsten Oettle in tollen 4:37:33, dicht
gefolgt von der Serienschnellsten bei der Winterlaufserie aus Rodgau Bärbel
Fischer in 4:37:36. Persönliche Bestzeit lief Dorothee Wirth mit 4:19 und
erreichte damit den 1. Platz ihrer Altersklasse. Die Routiniers Reinhardt
Schulz 4:26, Gerhard Walper 4:43, Thosten Poppert mit
4:45 und last but not least
Rainer Bergert mit 5:55 zeigten ihre gewohnte Klasse.
Das Interesse an dem RLT–Ultramarathon in der Öffentlichkeit zeigte sich wieder
in einer bemerkenswerten Berichterstattung durch die lokale und überregionale Presse,
bis hin zur BILD. Fachlich besonders ausgeprägt wird in den Internetseiten der
Ultra-Szene wie dem „Laufreport“, "marathon4you", der Deutschen
Ultramarathon Vereinigung (DUV)und dem Verein zur Förderung des
Ultramarathonlaufs (VFUM) mit vielen Bildern und mehrseitigem Text berichtet.
Auch die Stadt Rodgau wird dabei als Standort und Kommune im Herzen
Deutschlands besonders beleuchtet ( vfum.de).
Der RLT, der 2008 sein 25.
Jubiläum feiert, freut sich schon auf den 10. Lauf im Januar 2009 und erwartet
erneut ein großes Interesse. Das Orga-Team, unter der
Leitung der 2. Vorsitzenden Ursula Kraus, beginnt bereits am 26. Feb. mit den
Vorbereitungen für 2009.
Wer sich für mehr und
fürs Laufen beim RLT interessiert, dem steht
die Webseite des „RLT-Rodgau“ zur Verfügung ( http://www.rlt-rodgau.de ).



